Co-Sponsoring im Online-Marketing: Chancen, Risiken und Best Practices

Im Online-Marketing entscheidet längst nicht mehr allein die Reichweite über den Erfolg einer Kampagne. Viel wichtiger ist die Qualität der gewonnenen Kontakte – und die rechtssichere Grundlage, auf der diese Daten erhoben und genutzt werden. Gerade im E-Mail-Marketing, das nach wie vor zu den leistungsstärksten Kanälen gehört, ist eine saubere Datenbasis unverzichtbar.

Eine Methode, die sich seit Jahren bewährt hat, ist das Co-Sponsoring. Richtig umgesetzt, ermöglicht es Unternehmen eine effiziente, skalierbare und DSGVO-konforme Leadgenerierung. Falsch umgesetzt, birgt es rechtliche und qualitative Risiken. Dieser Artikel erklärt, wie Co-Sponsoring im Online-Marketing funktioniert, wann es sinnvoll ist und worauf Unternehmen achten sollten.

Was bedeutet Co-Sponsoring im Online-Marketing?

Co-Sponsoring ist eine kooperative Form der Leadgenerierung, bei der mehrere Unternehmen gemeinsam eine Marketingaktion durchführen, um neue Kontaktdaten potenzieller Kunden zu gewinnen. Typischerweise treten die beteiligten Unternehmen als Sponsoren einer gemeinsamen Aktion auf – häufig z. B. in Form eines Gewinnspiels, einer Umfrage oder eines Events.

Der entscheidende Punkt: Der Nutzer gibt seine Daten freiwillig und bewusst an und erteilt den klar benannten Sponsoren eine ausdrückliche Einwilligung, diese Daten zu Werbezwecken zu nutzen. Co-Sponsoring ist damit keine Grauzone, sondern ein klar geregeltes Modell – vorausgesetzt, es wird professionell umgesetzt.

Warum Co-Sponsoring für Marketing und Vertrieb so relevant ist

E-Mail-Marketing lebt von Aktualität, Relevanz und Vertrauen. Veraltete Datenbestände, fehlende Einwilligungen oder unklare Herkunft der Datensätze führen zu niedrigen Öffnungsraten, steigenden Abmeldungen vom Newsletter und im schlimmsten Fall zu rechtlichen Problemen für Unternehmen und Organisationen.

Eine Co-Sponsoring-Kampagne setzt genau hier an:

  • Kundendaten entstehen aktiv, nicht passiv

  • Einwilligungen sind dokumentiert

  • Daten sind aktuell und nutzbar

  • Kampagnen lassen sich skalieren

Gerade für Unternehmen, die regelmäßig frische B2C-Leads benötigen oder ihre E-Mail-Datenbank erweitern möchten, ist Co-Sponsoring ein strategisch sinnvoller Baustein im Marketing-Mix.

Wie funktioniert Co-Sponsoring in der Praxis?

In der Praxis folgt Co-Sponsoring einem klaren Ablauf, der sowohl marketingstrategische als auch rechtliche Aspekte berücksichtigt.

1. Vordefinierte Kampagnenformate

Mehrere Unternehmen beteiligen sich an einer bereits vordefinierten gemeinsamen Aktion, zum Beispiel einem Gewinnspiel mit attraktiven Preisen oder einer themenspezifischen Umfrage. Die Aktion ist im Vorfeld festgelegt.

2. Transparente Nennung der Sponsoren

Alle beteiligten Unternehmen werden als Sponsoren des Gewinnspiels für den Nutzer klar sichtbar genannt, inklusive Information darüber, aus welchem Geschäftsbereich sie stammen und wofür die Daten genutzt werden.

3. Dateneingabe durch den Nutzer

Teilnehmer geben ihre Daten aktiv ein. Je nach Kampagne können dies E-Mail-Adresse, Name, Postleitzahl, Geburtsdatum oder Interessen sein.

4. Einwilligung und Double-Opt-in (DOI)

Die Einwilligung erfolgt aktiv per Checkbox. Für E-Mail-Marketing ist ein Double-Opt-in-Verfahren zwingende Voraussetzung: Erst nach Bestätigung der Einwilligung dürfen Werbemaßnahmen durchgeführt werden.

5. Dokumentation und Datennutzung

Alle Einwilligungen werden revisionssicher dokumentiert und die Kundendaten erst dann für Marketingmaßnahmen freigegeben.

Typische Mechaniken im Co-Sponsoring

Nicht jede Kampagne eignet sich für Co-Sponsoring. Bewährt haben sich insbesondere Mechaniken, bei denen Nutzer einen klaren Mehrwert erkennen:

  • Gewinnspiele: Hohe Teilnahmequoten, hohe Reichweite und Sichtbarkeit

  • Umfragen und Studien: Qualitative Daten und hohe Relevanz

  • Events und Online-Veranstaltungen: Starkes Involvement der Verbraucher

Wichtig ist, dass Incentive und Zielgruppe zusammenpassen. Ein hochwertiger Preis spricht eine andere Zielgruppe an als ein allgemeiner Gutschein – und beeinflusst damit direkt die Lead-Qualität.

Welche Unternehmen profitieren besonders von Co-Sponsoring?

Grundsätzlich eignen sich Co-Sponsoring-Kampagnen für viele Branchen, besonders aber für:

  • B2C-Unternehmen mit hohem Lead-Bedarf

  • E-Commerce-Anbieter

  • Gesundheits- und Nahrungsergänzungshersteller

  • Dienstleister mit erklärungsbedürftigen Angeboten

Sinnvoll ist Co-Sponsoring vor allem dann, wenn:

  • klassische Leadgenerierung an ihre Grenzen stößt

  • schnell neue Zielgruppen erschlossen werden sollen

  • Marketingbudgets effizient eingesetzt werden müssen

Lead-Qualität: Der entscheidende Erfolgsfaktor

Co-Sponsoring wird zum Teil kritisch betrachtet, da es den Eindruck erwecken kann, vor allem auf Quantität statt auf Qualität der Datensätze zu setzen. Unsere Erfahrung bei PROLEAGION zeigt jedoch: Diese Wahrnehmung entsteht fast immer durch unzureichende Planung oder fehlerhafte Umsetzung. Mit klaren Prozessen, gezielter Zielgruppenansprache und rechtssicherer Datenerhebung lässt sich Co-Sponsoring effizient und qualitativ hochwertig gestalten.

Entscheidend für die Qualität sind:

  • saubere Zielgruppendefinition

  • sinnvolle Datenfelder

  • klare Texte für die Einwilligung

  • konsequente Segmentierung

Professionelle Anbieter, wie PROLEAGION, setzen genau hier an und sorgen dafür, dass Co-Sponsoring-Leads reaktionsstark und vertriebsfähig sind.

Rechtliche Grundlagen: Warum Compliance so wichtig ist

Co-Sponsoring bewegt sich im sensiblen Bereich personenbezogener Daten. Deshalb gelten klare rechtliche Anforderungen und Voraussetzungen für die Nutzung der gesammelten Daten:

  • aktive Einwilligung des Nutzers

  • keine vorangekreuzten Checkboxen

  • klare Benennung aller Sponsoren

  • Double-Opt-in für E-Mail-Werbung

Eine pauschale oder „generelle“ Zustimmung für Werbung verschiedener Unternehmen ist bei dieser Methode unzulässig. Jeder Sponsor muss eindeutig benannt sein. PROLEAGION berücksichtigt diese Anforderungen standardmäßig und dokumentiert alle Einwilligungen vollständig und nach DSGVO.

Rollen, Verantwortung und Nutzungsrechte

Ein weiterer Erfolgsfaktor im Co-Sponsoring ist die klare Rollenverteilung. Bereits vor Kampagnenstart muss definiert sein:

  • Wer erhebt die Daten?

  • Wer speichert sie?

  • Wer darf sie nutzen?

  • Wie lange dürfen sie gespeichert werden?

Diese Punkte werden in Partnerschaftsvereinbarungen festgehalten. So wird vermieden, dass Daten des Projekts zweckentfremdet oder rechtlich unsauber genutzt werden.

Kosten und Effizienz im Co-Sponsoring

Ein wesentlicher Vorteil des Co-Sponsorings liegt in der effizienten Kostenverteilung. Mehrere Unternehmen bündeln ihre Ressourcen und teilen sich sowohl die Kampagnenkosten als auch die technische Infrastruktur, die für eine reibungslose Umsetzung notwendig ist.

Durch diese Zusammenarbeit der Partner mit PROLEAGION sinkt der Cost-per-Lead, während gleichzeitig die Reichweite der Aktion deutlich steigt, da mehrere Partner ihre Zielgruppen einbringen und die Sichtbarkeit der Kampagne erhöhen. Entscheidend ist dabei jedoch, nicht nur auf den Preis pro Datensatz zu achten.

Für nachhaltigen Erfolg spielen auch die Qualität der Leads, ihre Aktualität und die rechtliche Verwertbarkeit für Werbung eine zentrale Rolle. Nur wenn alle diese Faktoren berücksichtigt werden, entsteht ein belastbarer Datensatz, der nicht nur kurzfristig wirksam ist, sondern auch langfristig den Aufbau von Kundenbeziehungen und erfolgreichen Marketingmaßnahmen unterstützt.

Erfolgsmessung: Welche KPIs wirklich zählen

Um Co-Sponsoring richtig zu bewerten, sollten klare KPIs definiert werden:

  • Anzahl neuer E-Mail-Adressen

  • Double-Opt-in-Quote

  • Cost-per-Lead

  • Öffnungs- und Klickraten

  • Conversion im weiteren Funnel

Nur wenn diese Kennzahlen regelmäßig ausgewertet werden, lässt sich die Kampagne nachhaltig optimieren.

Häufige Fehler beim Co-Sponsoring

In der Praxis zeigen sich immer wieder ähnliche Fehler:

  • unklare Einwilligungstexte

  • fehlendes Double-Opt-in

  • falsche Incentives

  • schlechte Zielgruppenauswahl

  • fehlende Dokumentation

Diese Fehler führen nicht nur zu schlechter Performance, sondern auch zu rechtlichen Risiken. Erfahrung, Verantwortung und saubere Prozesse sind daher entscheidend.

Fazit: Co-Sponsoring als strategischer Erfolgsfaktor im Online-Marketing

Co-Sponsoring ist ein wirkungsvolles strategisches Instrument im Online-Marketing, das weit über die reine Lead-Generierung hinausgeht. Richtig umgesetzt ermöglicht es Unternehmen, effizient neue Kontakte zu gewinnen, die nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ überzeugen. Durch die Zusammenarbeit mehrerer Sponsoren lässt sich die Reichweite von Marketingkampagnen deutlich erhöhen, da die Ressourcen, Budgets und Kommunikationskanäle der Partner innerhalb des Projekts gebündelt werden.

Gleichzeitig können Marketinginvestitionen gezielt optimiert werden, da Kosten, Aufwand und Incentives geteilt werden und die Effizienz jeder Maßnahme messbar bleibt. Ein weiterer entscheidender Vorteil liegt in der Rechtssicherheit: Mit klaren Prozessen, transparenten Einwilligungen und Double-Opt-in-Verfahren lassen sich Leads auf Basis solider DSGVO-konformer Grundlagen gewinnen und im weiteren Verlauf für gezielte Werbung nutzen.

Wer Co-Sponsoring als festen Bestandteil einer ganzheitlichen Lead-Strategie versteht und auf erfahrene Partner wie PROLEAGION setzt, profitiert nicht nur von kurzfristig messbaren Erfolgen, sondern schafft zugleich eine belastbare Basis für langfristiges Wachstum, nachhaltige Kundenbeziehungen und strategischen Marketingerfolg.

 

FAQ: Co-Sponsoring im Online-Marketing, E-Mail-Adressen und Social Media

Was ist Co-Sponsoring?

Co-Sponsoring ist eine der populärsten Lösungen zur Generierung von E-Mail-Adressen potenzieller Neukunden für Ihre Kundendatenbank und eine häufig gebuchte Leistung von PROLEAGION.

Beim Co-Sponsoring handelt es sich um eine Form der Zusammenarbeit mehrerer Unternehmen, bei der sie sich an einer bereits vordefinierten Marketingaktion zur Generierung von Kundendaten beteiligen. Die beteiligten Unternehmen treten dabei in der Regel als Sponsoren eines vorgegebenen Gewinnspiels auf. Die Einwilligung des Verbrauchers in die Nutzung seiner Adressdaten erfolgt durch aktives Ankreuzen der jeweiligen Unternehmen.

Diese Form der Kooperation hat den Vorteil, dass die Ressourcen der beteiligten Unternehmen gebündelt werden und die Kampagne zu besseren Ergebnissen führt. Außerdem wird den Unternehmern eine große Menge zielgruppengenauer Adressen von Verbrauchern zur Verfügung gestellt.

Wie funktioniert ein Co-Sponsoring-Prozess praktisch?

Die Umsetzung der Datengenerierung erfolgt in mehreren Schritten:

  1. Zielgruppen- und Kampagnenfestlegung: Die Zielgruppe und das Kampagnenziel sind vorab definiert; mehrere Sponsoren beteiligen sich an der festgelegten Kampagne.

  2. Datenerhebung – Teilnehmer geben ihre Kontaktdaten aktiv bei einem Gewinnspiel ein.

  3. Double-Opt-In (DOI) – Jede Einwilligung wird durch eine Bestätigung per E-Mail abgesichert.

  4. Dokumentation – IP-Adresse, Zeitstempel und Einwilligungstext werden revisionssicher gespeichert.

  5. Datenfreigabe – Erst nach vollständiger Bestätigung dürfen die Leads für Marketingmaßnahmen, wie Werbung oder Newsletter, genutzt werden.

PROLEAGION sorgt dabei für rechtssichere Abläufe, transparente Sponsorennennung und die Einhaltung der DSGVO.

Welche Daten dürfen im Co-Sponsoring erhoben werden?

Die gesammelten Daten richten sich nach dem Kampagnenziel und der Zielgruppe. Typische Angaben sind:

  • E-Mail-Adresse (obligatorisch)

  • Name und Vorname

  • Postleitzahl oder Region

  • Alter/Geburtsdatum

  • Interessen an Produkten

Warum ist das Double-Opt-In (DOI) so wichtig?

Das Double-Opt-In ist ein gesetzlich anerkanntes Verfahren, um die ausdrückliche Zustimmung eines Nutzers für Marketingkommunikation nachzuweisen. Ohne DOI besteht das Risiko, dass E-Mail-Marketing rechtlich angreifbar wird.

Bei Co-Sponsoring bedeutet DOI, dass jeder Teilnehmer aktiv seine Einwilligung bestätigt, bevor Daten an die Sponsoren übermittelt werden. PROLEAGION dokumentiert den DOI-Prozess inklusive IP-Adresse, Timestamp und Text der Einwilligung, sodass jede Zustimmung auditfest nachweisbar ist.

Welche Rolle spielt die IP-Adresse?

Die IP-Adresse dient bei Co-Sponsoring-Kampagnen als Nachweis der Einwilligung. Sie wird zusammen mit dem Datum, der Uhrzeit und dem Einwilligungstext gespeichert. Diese Kombination erlaubt es, bei Nachfragen, Prüfungen oder rechtlichen Anforderungen nachzuweisen, dass die Zustimmung des Nutzers aktiv und rechtskonform erteilt wurde.

Warum sind Co-Sponsoren im E-Mail-Marketing so relevant?

Der Clou eines Sponsoring-Projekts mehrerer Unternehmen ist die enorme Effizienzsteigerung der Marketing-Maßnahmen. Sponsoren haben die Möglichkeit, die finanzielle Belastung zu teilen, während die vorhandenen Marketingressourcen in der Partnerschaft kombiniert werden.

Auf diese Weise erhöhen die beteiligten Unternehmer die Reichweite um ein Vielfaches, während die Kosten für die Marketingkampagne in der Regel reduziert werden. Gleichzeitig wird durch die Reichweite z. B. die Ansprache einer neuen Zielgruppe möglich.

Was ist bei Co-Sponsoring zu beachten?

Eine der wichtigsten Voraussetzungen für Co-Sponsoring ist, dass der Verbraucher im Vorfeld seine ausdrückliche Einwilligung in die Erhebung und Verarbeitung personenbezogener Daten gibt, um an der Gewinnspiel- oder Werbe-Aktion teilnehmen zu können. Dabei müssen die Kunden in der Kommunikation möglichst detailliert über die Konsequenzen der Einwilligung aufgeklärt werden.

Die Angabe der werbenden Unternehmen ist deshalb ebenso notwendig wie die Einwilligung für die Ansprache und Kommunikation über unterschiedliche Werbekanäle.

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Ingo Scheuer

Managing Director – Ingo Scheuer, verantwortlich für die Bereiche Online Sales und Marketing der PROLEAGION GmbH

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